Praxis Wendt UG Berlin Tempelhof

Aphasie

Eine Aphasie wird meist nach einem Schlaganfall oder einem Hirntrauma erworben. Das bedeutet, dass ein Blutgefäß im Gehirn entweder platzt oder verstopft.
Da je nach Lage der Störung, das Gehirn mit Blut über-oder unterversorgt wird, kommt es zu unterschiedlichen Sprachstörungen,die alle unter dem Begriff Aphasie zusammengefaßt werden.
Auch hierzu stellen wir einen logopädischen Behandlungsansatz vor:

 

TAKTKIN

TAKTKIN ist die deutsche Form des PROMPT von Hayden und meint TAKTil- KINästhetisch.
Dabei ist taktil der Tastsinn und kinästhetisch die Bewegung. Hier wird mit Hilfe von Druckreizen am Mundboden dem Patienten die korrekte Lautbildung, die Koartikulation und sogar der Sprachrhythmus durch Betonungsakzente vermittelt.
Benutzt wird diese Methode bei Patienten, die Schwierigkeiten haben, Laute allein zu produzieren.
Dies können zum Beispiel Kinder mit Lautproblemen, Geistig- oder Körperbehinderte oder Patienten nach einem Schlaganfall sein. Auch bei Kindern oder Patienten die Auffälligkeiten im Grammatikgebrauch haben, kann man mit TAKTKIN viel erreichen.

Es wird bei der Drucksetzung schrittweise vorgegangen. Das heißt, dass zuerst vom Therapeuten entschieden wird, welche Laute behandelt werden sollen.
Dann zeigt man dem Patienten durch einen Druckreiz, dem Mundbild und die auditive Vorgabe, wie der Laut produziert werden muss, bevor der Patient überhaupt den Laut selbst produzieren soll.
Folgend wird der Patient aufgefordert den entsprechenden Laut mit Hilfe des Druckreizes zu artikulieren. Wenn die betroffenen Laute vom Patienten gekonnt werden, kann man weiterhin durch den Druckreiz Hilfen für die Koartikulation bishin zur Satzbetonung geben.


Texte (C) Praxis Wendt für Logopädie


 

 

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